Patriarca Impulse2018-02-01T14:21:33+00:00
Menschen werden vergessen, was du gesagt hast und was du getan hast. Aber wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben, vergessen sie nie.

(Maya Angelou, 1928 – 2014, amerikanische Schriftstellerin, Professorin und Bürgerrechtlerin)

Sibylle Patriarca

Geboren 1972, geschieden, 1 Sohn,
Diplom-Sozialpädagogin,
zertifizierte Elternberaterin Frühe Kindheit am Institut für Pädagogik, Sinnes- und Medienökologie ipsum, Stuttgart,
zertifizierte familylab-Seminarleiterin, http://www.familylab.de/trainer/sibylle-patriarca

Berufliche Erfahrung und Tätigkeitsbereiche:

  • Mitarbeiterin im FamilienRat-Büro des Jugendamtes Stuttgart
  • Bereichsleiterin für den Bereich „Kinder und Familie“ bei der Stuttgarter Jugendhaus Gesellschaft
  • Teamleiterin des Schülerhauses Riedseeschule Stuttgart
  • pädagogische Fachkraft bei tipsntrips Jugendinformation Stuttgart
  • Bildungsreferentin in der Übergangsberatung und Berufsorientierung von jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund
  • Sozialpädagogin im Bereich Freiwilligen-/ Bürgerengagement, in der Jugend- und Heimerziehung und der Arbeit mit Straffälligen

Berufliche Weiterbildung und Entwicklung:

  • Teilnahme an Bildungskongressen, Fachtagen und Fortbildungen zur Potenzialentfaltung und Neuausrichtung von Pädagogik an Schulen
  • zeitgemäße Mitarbeiterführung aus Sicht der modernen Hirnforschung
  • Teilnahme an Seminaren und Kursen im Bereich körperlich-geistig-seelische Gesundheit (Aufstellungsarbeit, Innere Kind Arbeit, Salutogenese, Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg, anthroposophische Medizin, Homöopathie, vegane Ernährung u.a.)

Persönliches:

Als Tochter binationaler Eltern war mein Alltag früh geprägt durch das Wahrnehmen, Beobachten und Verstehen Müssen von unterschiedlichen Sprachen, Ansichten, sozialen und kulturellen Hintergründen.
Dies hat dazu geführt, dass mein Interesse, meine Neugier und Begeisterung für die Unterschiedlichkeit von Menschen, deren Lebenserfahrungen und Hintergründen sehr hoch ist. Desweiteren hat es bewirkt, dass meine Sensoren und Antennen – auch für unterschwellige – Schwingungen, Stimmungen und Energien sehr fein ausgebildet und meine Intuition und mein Einfühlungsvermögen stark entwickelt sind.

Mein Sohn kam 2005 auf die Welt, in Beckenendlage, auf natürlichem Wege. Er hat durch seine „besondere Lage“, sein „Andersherum-auf-die-Welt-Kommen-Wollen“ maßgeblich dazu beigetragen, dass ich mich mit neuen, anderen und alternativen Wegen des Lebens, der bewussteren Lebensführung beschäftigt und selbst immer mehr Mut zur Andersartigkeit zugelassen und gewonnen habe.

Lebensmotto:

Nie anfangen aufzuhören, nie aufhören anzufangen!
(Cicero,106 v. Chr. – 43 v. Chr., römischer Politiker, Anwalt, Philosoph, berühmtester Redner Roms und Konsul im Jahr 63 v. Chr.)

Welches Gedankenspiel liegt meiner Arbeit zugrunde?

Der Schlüssel, um unseren Stress in herausfordernden Situationen aufzulösen, ist der Zusammenhang zwischen unseren Gedanken und unseren Gefühlen. Wir fühlen so, wie wir denken. Da wir aber selten darauf achten, welche Bilder und Worte uns ständig durch den Kopf gehen, verpassen wir die Gedanken, die die eigentliche Ursache unserer Gefühle sind. Gefühle entstehen aus dem Denken, und das Denken ist ein Hin und Her aus Fragen und Antworten. Schlechte Fragen, schlechte Antworten. Gute Fragen, gute Antworten.

Oft blitzen unsere Gedanken so schnell durch unseren Kopf, dass wir sie nicht bewusst wahrnehmen. Stattdessen schenken wir den Ereignissen in unserer Umwelt und unseren Gefühlen die ganze Aufmerksamkeit und glauben dann, unsere Gefühle würden von diesen Ereignissen abhängen.
Viele Menschen sind davon überzeugt, ihre Gefühle nicht beherrschen zu können. „Die wirtschaftliche Entwicklung macht mir Angst.“ „Wie der mich behandelt, ärgert mich.“ Wir sprechen so, als ob Menschen, Dinge und Situationen mit uns machen könnten, was sie wollen. Aber warum haben dann nicht alle immer dieselben Gefühle, selbst dann nicht, wenn sie dasselbe erleben?

Nicht die Situation, sondern unsere Bewertungen und Interpretationen der Situation bestimmen unsere Gefühle. Unsere inneren Selbstgespräche ermöglichen unterschiedliche Reaktionen. Wenn mich jemand ungerechtfertigt kritisiert, kann ich denken: „Unverschämtheit! Was fällt dem überhaupt ein? Das darf der nicht mit mir machen! Dem werde ich es zeigen!“ Als Folge dieser Gedanken werde ich mich aufregen. Sage ich mir aber: „Dieser Typ spinnt. Warum sollte ich den ernst nehmen?“, werde ich gelassener bleiben.

Weder anderen Menschen noch äußeren Umständen können wir die Schuld dafür geben, wie wir uns fühlen. Wir sind selbst für unsere Gefühle verantwortlich. Auf ein bestimmtes Ereignis oder eine Situation folgt nicht zwangsläufig ein bestimmtes Gefühl. Dazwischen liegt immer ein Raum, der ausschließlich zu uns gehört, nämlich unsere Gedanken, Bilder Glaubenssätze, Bewertungen. Und aus diesem ergibt sich unser FreiRaum und SpielRaum, neue Bilder und Glaubenssätze zu schaffen.

Das mag für einige eine unangenehme Wahrheit sein, wenn sie es bisher gewohnt waren, andere dafür verantwortlich zu machen, wie es ihnen geht.

Allgemein üblich ist es, zu sagen: “Du nervst mich, das nervt mich“ – „Du machst mich glücklich“ – „Du hast mir wehgetan.“ Gerade am letzten Satz lässt sich noch einmal die Verantwortung für die eigenen Gefühle aufzeigen. Wenn jemand einem anderen vors Schienenbein tritt, kann der Angegriffene zu Recht sagen: „Du hast mir wehgetan.“

Anders ist es, wenn jemand einen anderen beschimpft. Hier zu sagen: „Du hast mir wehgetan“ trifft die Sache nicht wirklich, weil der „Beleidigte“ die Möglichkeit hat, die Schimpfworte an sich abprallen zu lassen, sie nicht persönlich zu nehmen. Er könnte sich beispielsweise sagen: „Es ist, wie wenn jemand gegen den Wind spuckt. Die Worte fallen auf ihn selbst zurück. Ich nehme sie nicht an.“

Für die Freiheit, selbst bestimmen zu können, wie wir uns fühlen, müssen wir die oft bequeme Haltung aufgeben, den Umständen die Schuld dafür zu geben, uns um uns selbst kümmern und Eigenverantwortung übernehmen.

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